Weihnachtsbaum finden in Schaumburg: Der perfekte Baum muss nicht immer perfekt sein

Vorweihnachtszeit bedeutet auch: Die Suche nach dem passenden Weihnachtsbaum beginnt. Groß und gleichmäßig gewachsen soll er sein, aber bitte auch gut duften und wenig nadeln. Tipps und Tricks, worauf zu achten ist.

Wie man den perfekten Weihnachtsbaum findet und warum einige Kundinnen und Kunden auch bewusst „Mut zur Hässlichkeit“ beweisen, erklären Heinrich Brand und sein Sohn Stefan. Den gleichnamigen Familienbetrieb gibt es seit 1990, 2022 übernahmen die Brand-Söhne Stefan und Christian den Betrieb. „Die heiße Phase beginnt für uns ab dem ersten Advents-Wochenende“, erklärt Heinrich Brand und sein Sohn ergänzt: „Den Höhepunkt erreichen wir dann am dritten und vierten Advent-Wochenende.“ Auf rund vier Hektar Fläche kümmert sich die Familie mit einigen Helferinnen und Helfern um insgesamt 30 000  bis 40 000 Tannen aller Art. Diese verkauft der Betrieb aus Egge sowohl an Privatleute als auch an öffentliche Einrichtungen.

So sind auch die Tannenbäume an der Rintelner St. Nikolai Kirche ehemalige Zöglinge der Familie. Um die Nachfrage  zu decken, müssen dann jährlich etwa wieder 3 500 dreieinhalbjährige Pflanzen neu gesetzt werden. „Dann braucht ein Baum etwa acht Jahre, bis er in die erste Weihnachtsbaum-Kategorie kommt“, sagt Heinrich Brand.

Nordmanntanne auf die Eins

Am beliebtesten ist und bleibt der Erfahrung der Familie nach die Nordmanntanne. „Sie pikst nicht und nadelt wenig“, erklärt Stefan Brand den anhaltenden Run. Etwa 90 Prozent der verkauften Bäume der Familie seien demnach Nordmanntannen. Inzwischen treten aber auch Rot- und Blaufichten auf den Plan, wenn es um den perfekten Baum für die heimischen vier Wände geht. „Blaufichten sehen aufgrund ihrer Farbe nochmal edler aus, dafür piksten sie schon sehr“, so Stefan Brand. Der Familie  zufolge sei eines beim Baumkauf besonders wichtig – unabhängig der Sorte: Die Haltbarkeit.

Um einen Baum ab dem Kauf also möglichst lange und ansehnlich über die Weihnachtsfeiertage hinwegzuretten, haben Vater und Sohn gleich mehrere Tipps. „Man sollte nach dem Ausnetzen ein bis zwei Zentimeter vom Stamm wegschneiden“, empfiehlt Stefan Brand und mimt mit den Händen Sägebewegungen nach. Das öffne die Wasserkanäle des Baumes. „Das merkt man dann auch, wenn der Baum durchaus nochmal zwei oder drei Liter Wasser pro Tag zieht“, fügt Heinrich Brand hinzu.

Akklimatisierung wichtig

Ansonsten lohne es sich, den Baum langsam an das Klima in Haus oder Wohnung zu gewöhnen und ihn dafür erst mal im Carport oder der Garage stehen zu lassen. In den vier Wänden gilt dann: „Fußbodenheizungen und Kamine mögen Tannenbäume gar nicht“, mahnt Sohn Stefan. Auf ein kleines Podest gestellt würde man hingegen für mehr Luftzirkulation sorgen und das wiederum könne die Lebenszeit der Tanne verlängern.

Ein Pendant aus Plastik kommt da für Vater und Sohn nicht infrage. „Dieses fürchterlich Gleichmäßige“, ruft Heinrich Brand und winkt ab. So ein echter Weihnachtsbaum sei „Natur“ und das mache seiner Meinung nach den Reiz aus und das Fest schöner. So verwundert es nicht, dass bei Familie Brand in jedem Jahr ein Baum aus der eigenen Schonung im Wohnzimmer steht.

Mut zur Hässlichkeit

Dass der perfekte Weihnachtsbaum aber nicht immer zwangsläufig etwas mit geradem Wachstum, üppiger Breite und nur einer Spitze zu tun hat, erleben Vater und Sohn Brand regelmäßig. „Es gibt jedes Jahr zwei oder drei Kunden, die uns die Aufgabe geben, den hässlichsten Baum aus der Schonung zu finden.“ Bisher hätten sie das auch immer geschafft, sagt Stefan Brand, beide lachen und Vater Heinrich Brand meint: „Man muss zugeben, dass auch diese Bäume geschmückt dann wirklich gut aussehen.“

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